Sideorders: Weibels Weg

Stadtleben | aus FALTER 36/98 vom 02.09.1998

Hans Weibels Verdienste um den glasweisen Ausschank exzellenter Weine sind unbestritten. Manche einst namenlose Kreszenz, die man bei ihm zum erstenmal bekam, kann sich heute kaum noch wer leisten, oder sie ist schon vor der Lese ausreserviert. Doch Weibel bekommt immer, denn die von ihm geförderten Winzer danken es ihm mit großzügigen Kontingenten. Der Weg des Bruders des Medienkünstlers Peter Weibel war folgender: Weincomptoir, 1., Bäckerstr. 6, Tel. 512 17 60, Mo-Sa 17-2 Uhr.

Hier wurde Hans Weibel als Oberkellner mit dem Weinvirus infiziert. Das Lokal hat sich seit seinen Anfängen kaum verändert, dunkle Kontoratmosphäre mit schummrigen Extrazimmern, uraltem Dielenboden und ausladender Flaschenvitrine. Chef Willi Seifriedsberger gehört zu den kulinarischen Originalen der Bäckerstraße. Gekocht wird ein bißchen mediterran, die Preise sind ganz schön hoch.

Vis a vis, 1., Wollzeile 5 (Durchgang), Tel. 512 93 50, Mo-Fr 15-22.30 Uhr.

Hans Weibels erstes eigenes Lokal, 1985 eröffnet und eigentlich vom ersten Tag an immer voll: Auf wenigen Quadratmetern drängen sich dreißig Leute und mehr, zu essen gibt's Snacks wie Schinken und Kärntner Hauswürstel, Wachauer Leichtweine und südsteirische Sauvignons finden hier reißenden Absatz. Wer die Ruhe dazu findet, kann hier auch in diverser Wein-Literatur schmökern.

Weibels Wirtshaus, 1., Kumpfg. 2, Tel. 512 39 86, Mo-Sa 11.30-24 Uhr.

1993 eröffnet und eine Fortsetzung des Gedränges im Vis a vis: In dem kleinen Edelbeisl mit dunkelgrünem Rustikaltouch kann man zwar sitzen, doch die Tische sind rar. Ein kleiner Schanigarten schuf Abhilfe, zu essen gibt's gehobene Wiener Küche zu gehobenen Preisen, viele Weine glasweise.


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