Die Stadt aus Glas

Sommerfrischen: Dort, wo das Gemüse herkommt, kann man Gärtnern beim Arbeiten zuschauen und verwunschene Schlösser - von außen besichtigen. Siebenter und letzter Teil der "Falter"-Serie "Zwei-Stunden-Urlaub".

Stadtleben | Thomas Rottenberg | aus FALTER 36/98 vom 02.09.1998

Manche Dinge sind einfach unlogisch. Der Hinweis auf die Ford-Ersatzteile etwa. Brav und proper an die Wand geschraubt, informiert das Schild über die Möglichkeit, schadhafte oder abgenutzte Teile an Kleinlaster und Co. fachkundig austauschen zu lassen. Und weil irgendwann die sechsstellige Telefonnummer des Betriebes hinter der Gartenmauer in eine siebenstellige umgewandelt wurde, hat ein guter Geist die neue Ziffer mit dickem Eddingstift zwischen die aufgedruckten gemalt. Unlogisch an der Sache ist bloß, daß das Schild an einer Gartenmauer montiert ist, in deren Umgebung alle Straßen per Hinweistafel auf Anrainerverkehr beschränkt sind. Außerdem ist in Gassen wie der Gröret-, der Hörten- oder der Haindlgasse tagsüber - und wohl auch nachts - ebensoviel Verkehr wie am Seeschlachtweg oder dem Neurissenweg: praktisch keiner nämlich, wenn man von ab und an Richtung Donaukanal - und von dort in den Prater - dahinradelnden Pensionisten und Kleinfamilien absieht.

Man käme hier auch


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