Langsam, aber sicher

Kommentar: Verflixte sieben Jahre Studiendauer: Österreich braucht kürzere Bakkalaureatsstudien, denn auch im Hochschulbereich hat die Europäisierung bereits begonnen.

Vorwort | Klaus Taschwer | aus FALTER 37/98 vom 09.09.1998

Es gibt wenige Bereiche, in denen Österreichs Studierende Europaspitze sind: Dazu gehört leider auch die Studiendauer, die hierzulande durchschnittlich mehr als vierzehn Semester beträgt. Dazu zählt aber auch die geringe Absolventenquote, die in den naturwissenschaftlichen Fächern besonders niedrig ist. Wissenschaftsminister Caspar Einem waren diese verflixten sieben Jahre Studium und die sieben Prozent Akademikeranteil von Beginn an ein Dorn im Auge: Mit einigen Maßnahmen versuchte er bislang, dieser Vergeudung von Studienzeit zu Leibe zu rücken.

Da war zunächst vor rund einem Jahr der Vorschlag, die Fachhochschulen zu forcieren bzw. bestimmte "anwendungsorientierte" Studienrichtungen von der Universität auszulagern. Das Angebot an strafferen Fachhochschulstudiengängen wurde zwar mittlerweile ausgeweitet, aber nicht in jenem Ausmaß, das ursprünglich ins Auge gefaßt wurde. Außerdem war klar, daß die Fachhochschulen nicht auch schon die Studiendauer an den Universitäten reduzieren


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