Guns 'n' Poses

Waffenbesitzer: Im Parlament kreuzen die Koalitionäre die Klingen. Ein neues Waffengesetz steht im Raum. Der "Falter" riskierte einen Blick in die persönlichen Waffenschränke der Politik.

Politik | Patrik Volf und Nina Weissensteiner | aus FALTER 37/98 vom 09.09.1998

Vom Staatsoberhaupt weiß man nicht so genau, ob er hat oder ob er nicht hat. "Aus Gründen der öffentlichen Sicherheit" wird über das eventuelle Arsenal in der Döblinger Villa des UHBP Schweigen bewahrt. Der Bundeskanzler hat keine, und auch sein Innenminister geht ohne Schulterhalfter zur Inspektion der Gendarmerieposten. Doch nicht jeder Politiker hält "Glock" für die Ausgeburt einer Unkenntnis der englischen Sprache. Österreichs Paradepistole, aber auch das doppelläufige Gewehr oder die klassische Schrotflinte finden sich in manch privatem Mandatarshaushalt. Besitz und politische Position sind dabei oft nicht deckungsgleich: Wer verbale Sturmgewehrattacken gegen eine Verschärfung des Waffengesetzes von sich feuert, muß noch lange nicht die Büchsen in seinen eigenen vier Wänden horten. Und der Ruf nach einem generellen Verbot schließt den geladenen Sechsschüssigen in der Privatwohnung nicht aus. Die Riege der Waffenbesitzer geht quer durch alle politischen Lager. Der Falter


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