Guns 'n' Poses/Streifschüsse

Politik | aus FALTER 37/98 vom 09.09.1998

Das Gesetz Als "Offensive gegen das hochgerüstete Österreich" (Innenminister Schlögl) war das seit 1. Juli 1997 geltende Waffengesetz gedacht: Seitdem müssen alle, die sich ihr persönliches Schießeisen anschaffen wollen, einen 2500 Schilling teuren Psychotest bestehen. Dieser ist entweder bei einem Psychologen oder beim Kuratorium für Verkehrssicherheit abzulegen. Auch mit der Einführung einer dreitägigen Abkühlphase wollte man potentielle Affekttäter einbremsen: Waffen werden nun erst drei Tage nach dem Kauf ausgehändigt. Der zukünftige Waffenbesitzer muß weiters seine Zuverlässigkeit (Vorstrafen, Führerscheinentzüge) beweisen. Und die Notwendigkeit des Waffenerwerbs (Beruf oder zum Schutz des Eigentums) muß plausibel gemacht werden.

Die zweite Durchführungsverordnung zum aktuellen Waffengesetz - sie regelt die Kontrolle der Waffenbesitzer - wurde vergangene Woche erlassen. Damit kann endlich geprüft werden, ob die Waffen auch ordnungsgemäß verwahrt sind. Der Exekutive


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