Dolche und Kochlöffel

Krimis: 1700 Seiten Mord und Totschlag in sechs Bänden: Die neue Krimi-Reihe des Haffmans Verlags ist als Einstiegsdroge durchaus brauchbar.

Kultur | Christoph Braendle | aus FALTER 37/98 vom 09.09.1998

Quartformat, Kartoneinband, handlich in Schwarz und Bunt - so präsentiert sich die neue Serie der "Raben-Krimis", die, vorerst sechs Bände stark, im Haffmans Verlag erscheint.

Nr. 1: Thomas Adcock, "Der Himmel des Teufels". "Wenn einer fragt, was ich lese, sage ich nur Adcock", sagt Adcocks berühmter Kollege Ross Thomas. Ob's stimmt? Good-cop-bad-cop-Story, der Gute ist Johnny-Walker-süchtig und auf Entzug, der Böse ein übler Schwulenhasser. Die beiden geraten anläßlich einer blutrünstigen Vielfachschlächterei aneinander, um zum Schluß doch den erwartet überraschenden Ausweg ins political Korrekte zu finden. Wertung: drei Dolche out of five, wobei ein vom Amerikanischen ins Deutsche übersetzter Krimi kaum das Maximum erreichen wird.

Nr. 2: Bill Blum, "Vorsätzlicher Irrtum". Strickmuster: "Ein Fall für zwei". Der Schnüffler ist schwarz, ein Ex-Ersatzspieler der L.A. Lakers (Basketball, for all you ignorants out there!), der Strafverteidiger ein über eine Sexaffäre gestolperter


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