Nüchtern betrachtet: Ich weine ins Bier und Andy ist geil

Kultur | aus FALTER 37/98 vom 09.09.1998

Trotz des fulminanten Empfangs (Sie erinnern sich: Blumenkränze, Einbaum und, die Information ist jetzt neu: tonnenweise phantastischer Sex mit Angehörigen der Royal Family, allen voran Randy Andy) lag ein Schatten über meinem Englandaufenthalt. "Di ist tot" flennte ich in ein halbleeres Glas Directory's Bitter, eines der zahlreichen postkoitalen Pints, die mir Andrew spendiert hatte. "Mein Gott, geht das nun wieder los", meinte Andy - ein Hengst als Liebhaber, ein Klotz im restlichen Leben -, "vergiß die verhärmte Heilsarmee-Tussi." Wie hätte ich sie vergessen können. Bei meinem letzten Besuch war sie noch springlebendig gewesen: Mit glasklarem Lachen war sie nächtens durch Kensington Gardens getollt, hatte den Reitlehrer betört und für die Fotografen immer ein Lächeln übrig gehabt. Dabei blieb sie stets natürlich, ganz ohne Allüren, für die Probleme des kleinen Mannes hatte sie jederzeit ein Ohr und mehr übrig. Während sich ihre Schwiegermutter mit dem Rolls herumkutschieren


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