Köstlers Froschschenkel

Neues Beisl: Ein chinesisches Grill-Imbiß-Haus in Gumpendorf verlegte sich auf die Zubereitung ungewöhnlicher Zutaten.


Florian Holzer
Stadtleben | aus FALTER 37/98 vom 09.09.1998

Auf den ersten Blick sieht das Grill Imbiß Haus Hong Kong mit dem Zusatz "Freudiges Runde zum Köstler" nicht viel anders aus als das, was uns so als typisches China-Restaurant ins Bewußtsein gebrannt ist: Ein goldener Buddha von fast lebensgroßen Ausmaßen, ein paar Zimmerpalmen in den Fenstern zur Köstlergasse hin, chinesische Karaoke-Musik, ein farbenprächtiges Holzrelief in Breitwandformat, eine Ming-Vase, das Ganze getaucht in das unerbittliche Wartezimmerlicht einiger Halogenspots. Was alles umso deprimierender wirkt, da nur ein einziger Tisch besetzt ist.

Doch schließlich haben wir von den Beispielen des Alten Sichuan in Donaustadt, den Goldenen Zeiten an der Prager Straße, dem Währinger Orient Gourmet, dem unscheinbaren Jumbo und dem winzigen Shanghai ja gelernt, daß man die beste China-Küche oft dort bekommt, wo man sie am wenigsten erwartet ("bekam" wäre vielleicht richtiger, denn das Jumbo wurde mittlerweile neu übernommen, und um das Überleben Herrn Zhang Guozhus

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