Impeach Haider!

Seinesgleichen geschieht: Alle reden von Clinton. Als hätten wir nicht genügend Anlässe für eine kleine Amtsenthebung!

Vorwort | Armin Thurnher | aus FALTER 38/98 vom 16.09.1998

Ich habe einen Traum. Ein Journalist sitzt in einer Fernsehsendung Jörg Haider gegenüber. Sein Hemdkragen, auf der einen Seite weit ausgeschlagen, umschließt auf der anderen maoartig den Hals. Das Sakko zeigt links Wildleder mit Hirschhorn, rechts feines lombardisches Tuch. Als Beinkleid blitzen halb Knickerbocker, halb Jeans hervor. Unbedingt Schneebrille, Knieschützer und Sturzhelm! Der Journalist braucht nicht viel mehr zu tun, als mit dem Porsche-Schlüsselanhänger zu spielen, frech zu grinsen, auf Fragen nicht zu reagieren und ab und zu eine Mappe mit den Worten zu öffnen: "Äch habe Ähnen was mätgebracht - jätzt haben Sä ein Probläm."

Die Realität sieht anders aus. Hilflose bis korrekte Journalisten sitzen Jörg Haider mit dem Vorsatz gegenüber, ihn anzuklagen, und werden zu ihrer Verblüffung selbst abgeführt. Er ist nämlich für die Situation geschult, sie nicht. Er hat Zeit und einen Stab, sich vorzubereiten, sie nicht. Das Resultat: Hush-Puppies, die gebannt vor


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