Zuagsperrt wird?

Integrationshaus: Das AMS kündigt dem Wiener Integrationshaus die Unterstützung. Ohne Geld für Arbeitsintegration will man dort nicht weitermachen.

Politik | Patrik Volf | aus FALTER 38/98 vom 16.09.1998

Wir machen hier Integrationsarbeit, und das muß auch die Integration in den Arbeitsmarkt einschließen. Sonst können wir genausogut zusperren. Dann können wir unseren Auftrag nicht mehr erfüllen." Andrea Eraslan, Leiterin des Wiener Integrationshauses, ist kurz vor dem dritten Geburtstag des Hauses ratlos. Jedes Jahr hatte das Arbeitsmarktservice Wien zwei Berufsorientierungskurse finanziert. 138 Menschen konnten in den Arbeitsprozeß eingegliedert werden. Anfang Juli erreichte das Integrationshaus allerdings ein Fax des AMS, in dem mitgeteilt wurde, daß aus budgetären Gründen das Geld nicht weiter zur Verfügung gestellt werden könne. Im übrigen sei "die Zielgruppe nicht vorrangig förderungswürdig". Auch in den Jahren 1999 und 2000 werde das AMS keine Projekte mit dem Integrationshaus durchführen können. Über mangelnden Erfolg hatte sich das AMS aber nicht beklagen können. Immerhin konnten 71 Prozent aller Kursteilnehmer einen Job finden. Darüber hinaus standen die Workshops


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