Kunst Kurz

Kultur | Markus Wailand | aus FALTER 38/98 vom 16.09.1998

Martin Janda Die meisten Leute wissen, daß er es ist, der den "Raum aktueller Kunst" betreibt. Manche haben wohl ebenfalls schon mitbekommen, daß er - gemeinsam mit der Kunstkritikerin Sabine B. Vogel - den Kunstverein Wien initiiert hat. Neu hingegen dürfte sein, daß Martin Janda nun auch zum Leiter der Galerie der Stadt Schwaz bestellt wurde. Am 25. September eröffnet er ebendort seine erste Ausstellung, "Das grosse Rasenstück", mit der er sich und seinen Kunstbegriff in Schwaz präsentiert. Er tut dies mit einem großen historischen Bogen und Arbeiten vom titelgebenden Albrecht Dürer, von Jean Egger und Greta Feist als Referenz an die Malerei der klassischen Moderne in Österreich bis hin zu einigen zeitgenössischen Positionen wie Raoul De Keyser und Marlene Dumas, Coop Himmelb(l)au und den Geschwistern Hohenbüchler sowie Bruce Nauman, Roman Signer und einigen mehr. Und: Keine Sorge. Martin Janda wird seinen Raum aktueller Kunst in der Praterstraße nicht dichtmachen.

Ed Schulz Einen "bescheidenen Produzenten ursprünglicher Objekte" hat der Kurator Jan Ernst Adlmann den Maler Eduard Schulz einmal genannt; als freundlicher, zurückhaltender, aber doch stets präsenter Zeitgenosse ist er vielen aus der Wiener Kunstszene in Erinnerung. Schulz, geborener Linzer, hat an der Akademie und der Angewandten studiert, in den siebziger Jahren Paris und New York besucht und lebte seither in Wien. 1992 hatte er eine Einzelausstellung in der Kunsthalle Exnergasse, die ihm immer auch eine Art Heimat war; 1996 war er bei dem Projekt "Sampled already mades" im Echoraum vertreten. Und manche wissen auch, daß er es war, der 1988/89 das "Freihaus" gestaltete. Am 3. September ist Ed Schulz in Wien gestorben.


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