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Todgesagte leben länger/Und in welches Kaffeehaus gehen Sie?

Stadtleben | aus FALTER 38/98 vom 16.09.1998

Herbert Prohaska, Teamchef: Kaffeehäuser? Die Atmosphäre ist wunderbar. Ich gehe ganz gern ins Kaffeehaus, aber ich komme viel zu selten dazu. In Klosterneuburg haben wir ein ganz liebes, das Café Veit. Dort bin ich öfters. In der Stadt geht es sich fast nie aus, aber da bin ich ganz gern im Segafredo. Ich würde öfters gehen, aber ich habe zuwenig Zeit.

Marlene Streeruwitz, Schriftstellerin: Ins Kaffeehaus? Ja natürlich! Der Wilde Mann in der Währinger Straße ist einer meiner Stützpunkte. Davor war es das Café Schopenhauer. Und natürlich gehe ich auch ins Bräunerhof. Noch vor sechs, sieben Jahren war ich täglich dort. Das Kaffeehaus hat so etwas Halbzeitiges. Man ist in der Welt und hat nichts erreicht. Aber auch nichts verloren.

Robert Menasse, Schriftsteller: Die kulturelle Einrichtung Kaffeehaus gehört in Wien untrennbar zum Lebensgefühl. Es wäre ein Skandal, wenn man das kampflos aufgeben würde. In guten Kaffeehäusern kann man sich sozusagen


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