Clinton von hinton

Seinesgleichen Geschieht: Rückenansicht eines Präsidenten. Über Medien, sexuelle Riten und die Weltmacht der Rechtsanwälte


Armin Thurnher
Vorwort | aus FALTER 39/98 vom 23.09.1998

Die großen amerikanischen TV-Stationen eröffneten die Saison mit einer simultanen, mehrstündigen Live-Übertragung. Gezeigt wurde das Verhör des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. Der präsumptiv mächtigste Mann der westlichen Welt hatte sich unter Eid vor einer Grand Jury zu verantworten. Passend zum einschüchternd unklaren Begriff dieser juristischen Institution blieben die Fragestellenden im Off, sichtbar war lediglich der Präsident.

Ihm war im Zuge eines Deals mit den Anwälten (was sonst hätte einer solchen Veranstaltung auch zugrundeliegen können?) strenge Geheimhaltung zugesichert worden. Schon während des Verhörs allerdings machte Clinton deutlich, daß er mit einem Mißbrauch der Videobänder rechnete. Falls seine Gegner beabsichtigt hatten, ihn zu beschämen und aus der Fassung zu bringen, während sie ihm Details über sein Intimleben vorhielten, hatten sie sich verrechnet.

Clinton zeigte, was man im Grauen Haus Steherqualität und in den Top-Etagen Führungsqualität

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