Politik

Politik | aus FALTER 39/98 vom 23.09.1998

Was war Lassing Nach mehreren Wochen steigt der Lassing-Faktor in den Medien wieder. Allerdings: Schon vor Wochen sprachen Opposition und Medien davon, daß nicht alles mit rechten Dingen zugegangen sein könne. Und dann gibt der Minister atemlos bekannt, daß in dem steirischen Talk-Bergwerk tatsächlich nicht alles mit rechten Dingen zu-ging. Wenige Tage später gibt der Chef des Eigentümerkonzerns Luzenac ebenso zähneknirschend zu, daß wirklich nicht alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Einzig die Bergbehörde beharrt nach wie vor darauf, daß unter Umständen vielleicht doch alles mit rechten Dingen zugegangen sein könnte. Fragt sich, was noch alles war und in Zukunft gewesen sein wird?

Was kommt SPÖ-Vergangenheitsbewältigung Konfrontiert mit den Ergebnissen einer Untersuchung über die Aneignung von arisiertem Eigentum durch die SPÖ nach 1945, hat man in der Löwelstraße nun beschlossen, nach Vorbild von unter anderen CA und Lenzing einen Historiker mit der Aufarbeitung der eigenen Geschichte zu beauftragen. Der Falter berichtete vergangene Woche erstmals über Dokumente, die die Aneignung von arisiertem Vermögen durch SPÖ und ÖVP belegen. Zeitgeschichtler Oliver Rathkolb wird in den nächsten Wochen im Auftrag von SPÖ-Bundesgeschäftsführer Andreas Rudas die Partei- und sonstige Archive durchforsten.

Was fehlt Atom-Bedenken Strahlende Neuigkeiten. Atomstrom aus dem slowakischen Kraftwerk Mochovce? Kein Problem. Druckbehälter des Reaktors? Keine Sicherheitsbedenken. Alles Roger, teilte die Internationale Atomenergiebehörde mit. Es wurden "von den Experten keine Vorbehalte gegen die Integrität des AKW Mochovce festgestellt", so die IAEO. Eine österreichische Experten-crew war zum gegenteiligen Ergebnis gekommen. Bleibt nur die Frage, wer da irrt und wann wir die ersten paar Kilowatt aus Mochovce in die heimische Steckdose geliefert bekommen.


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