Mamma mia!

Karenzgeld: Martin Bartensteins Vorschlag läßt keine Mutter kalt: Der Familienminister will monatlich 6000 Schilling Karenzgeld für alle. Damit der berufliche Wiedereinstieg besser klappt. Hat der mehrfache Vater die Rechnung ohne die Frauen gemacht?

Politik | Nina Weissensteiner | aus FALTER 39/98 vom 23.09.1998

Uns streicht man die Unterstützungen, wo es geht, und den anderen will man jetzt einfach alles so zuschieben! Eine absolute Frechheit ist dieser Vorschlag." - Im Mom-Center, dem Zentrum für arbeitslose alleinerziehende Mütter im 22. Wiener Bezirk, ist dieser Tage der Bär los, sobald die Gespräche auf die jüngsten Pläne des VP-Familienministers kommen. Bartensteins Idee, Karenzgeld künftig an alle Mütter, gleichgültig, ob vorher berufstätig oder nicht, zu verteilen, sorgt hier für helle Empörung. "Ich hab' auch etwas tun müssen, damit ich jetzt Geld kriege. Wer etwas bekommen will, soll arbeiten gehen und einzahlen." - Alleinerzieherin Claudia B. bringt kein Verständnis für einen kollektiven Mutter-Obolus von 6000 Schilling auf. Ihre Freundin Brigitte W., die mit Tochter Anna-Tamara ebenfalls nur schwer über die Runden kommt, solidarisiert sich: "Mit knappen 8000 Schilling im Monat (Karenzgeld plus Zuschuß für Alleinerziehende, Anm.) haben wir es jetzt schon schwer genug.


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