Keller mit Aussicht?

Kahlenberg: Der Zwangskonkurs über die Hotelruine am Kahlenberg facht den Streit um eine sinnvolle Nutzung der historischen Aussichtsstätte an.

Politik | Thomas Rottenberg | aus FALTER 39/98 vom 23.09.1998

Augustin ist ein Name mit Wienbezug. Manche denken an die Obdachlosen mit dem Zeitungsverkaufsmantra. Andere an den Dudelsackspieler in der Pestgrube: "... alles ist hin." Und der Döblinger Grünmandatar Stefan Schennach denkt an einen Eisenhändler, dessen Immobiliengeschäfte gerade dazu beitragen, den Kahlenberg vollends zu einem Schandfleck zu machen. Der Eisenhändler Augustin Foit wollte an der historischen Stelle (von Jan Sobiesky bis "Mei Muaterl woa a Weanerin") ein Spital bauen. Das ist nun schon länger her, also der Reihe nach.

Bis 1983 gehörte das Hotel am Hausberg der Wiener der Kahlenberg AG, einer Firma, zu 100 Prozent im Besitz der Stadt. Diese verpachtete das heute leere Haus an den Gastronomen Johann Hübner (u.a. Kursalon, Meierei). Als das Hotel heruntergewirtschaftet war, verkaufte die Gemeinde die Liegenschaft um 6 Millionen Schilling an einen Fleischunternehmer. Dieser wartete sechs Jahre, um das verfallende Gemäuer 1989 um 24 Mille an Augustin Foit weiterzureichen.


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