Spielplan

Karin Cerny | Kultur | aus FALTER 39/98 vom 23.09.1998

Die Liebe ist ein seltsames Spiel. Das Theater in der Josefstadt hingegen eine Institution, die sich nicht allzuviel Seltsames leisten kann. Nach einigen halbgewagten Inszenierungen in der letzten Spielzeit und der wiederaufgenommenen Botho-Strauß-Festwochenkoproduktion ist "Lachen über Altbekanntes" das Motto der ersten Premiere: Liebe und Ehe als abgekartetes Spiel in Hermann Bahrs Komödie "Das Konzert". Publikumsliebling Karlheinz Hackl als alternder Pianist, der das Fremdgehen nicht lassen kann; Marianne Nentwich als duldende Frau; allerlei junge Gänschen als Konkurrenz - ein antiemanzipatorisches Highlight. Hörgerät nicht vergessen!

Da geh' ich ins Maxim. Das heißt: Der Bus, den ich vor dem dietheater Konzerthaus bestiegen habe, spuckt mich kurz nach dem Start im Maxim aus. Und schon ist vorbei, worauf man sich gefreut hat - die unter "Loving Garbo" angekündigte Kaffeefahrt. Man weiß schon, was auf einen zukommt: Enttäuschung als Prinzip. Die nun folgende Sexartikel-Verkaufsshow

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