Nüchtern Betrachtet: Revolution auf dem Naßrasursektor

Kultur | aus FALTER 39/98 vom 23.09.1998

Als die Spieler der österreichischen Fußballnationalmannschaft vor langer Zeit nach ihren persönlichen Vorlieben befragt wurden und neben der Lieblingslektüre (Harold Robbins) auch die bevorzugten Rasierwässerchen ermittelt wurden, meinte der damalige Teamverteidiger Degeorgi, daß es in seinem Falle mit einem schwungvollen Schließen der Badezimmertür getan sei. Ich bezweifle, daß Degeorgi heute mit einer ivanovmäßigen Gesichtsbehaarung gesegnet ist, aber ich denke, daß er mittlerweile seinen Frieden mit dem anscheinend eher zurückhaltenden Backenbewuchs gemacht hat. Immerhin gibt es Abertausende von Männern, denen es genauso geht und die es nie bis zum Teamverteidiger gebracht haben. Gut, Abertausende mag vielleicht etwas hoch gegriffen sein, zumindest aber einen gibt es, nämlich mich. Seit ich Vater bin (was entgegen der landläufigen Meinung auch Männern möglich ist, die mit einer wöchentlichen Rasur das Auslangen finden), hindern mich die Lärmempfindlichkeit meiner


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