Nüchtern Betrachtet: Gaudenzdorf hat gewählt

Kultur | aus FALTER 40/98 vom 30.09.1998

Sonntag, 27.9., 23.29 Uhr. Zunächst, wie immer, die aktuellsten Meldungen: Der FC Tirol hat Austria Wien mit 3:0 vom Platz gefegt (nachdem der Ex-Tiroler Michael Streiter seinen neuen Klub, eben besagte Wiener Austria, durch Vomplatzgehen qua Gelb-Rot noch zusätzlich geschwächt hatte). Neben dem FC Tirol hat auch Gerhard Schröder (Rot-Grün?) gewonnen. Schröder ist, für diejenigen, die das nicht wissen (für alle anderen aber auch), SPD, geschieden und verheiratet (und zwar neu), was ich persönlich jetzt nicht so rasend gut finde, auch wenn es mir andererseits egal ist. Erste Wählerstromanalysen (Ogilvy, Mathers & Seifert) haben ergeben, daß Schröder, dem ja ein Kopf-an-Kopf-Rennen, und zwar tendenziell mit Helmut Kohl, vorausgesagt worden war, vor allem bei homosexuellen schwäbischen Tankwarten und depressiven sächsischen Formationstänzerinnen die Nase vorne hatte, sich den unerwartet deutlichen Vorsprung (rund 27 Prozentpunkte vor dem zweiten SPD-Kandidaten Oskar Lafontaine

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