Phettbergs Predigtdienst: Für eine Therapie der Bestärkung!

Wie lange, Herr, soll ich noch rufen, und du hörst nicht? ... Hab 1, 2-3; 2, 2-4 (1. Lesung am 27. Sonntag im Jahreskreis / Lesejahr C)

Stadtleben | aus FALTER 40/98 vom 30.09.1998

Ich kann mir nicht verzeihen, grundungeschickt zu sein. Hiezu empfahl mir 1979 mein Novizenmeister, Dr. Simek, zu denken, das will ich jetzt nicht denken. Doch es war stärker und gehorchte nicht, worauf ich erst recht den Beweis hatte, ungeschickt zu sein.

Das in der vorwöchigen Enzyklika über die Seele nicht entzifferte abmontierte Firmenschild mit den vielen Ypsilonen Ecke Webgasse / Gumpendorfer Straße aber kann ich inzwischen lesen: "Elektro Redl - Radio Hornyphon". Auch wir hatten in meiner Kindheit einen großen schwarzen Radiokasten, Nordmende, den ich - kaum waren meine armen alten Eltern am Feld - hörte und solange an ihm herumdrehte, bis mir eines Tages der rote Senderanzeiger irgendwo in Tripstrü steckenblieb. Unendlich Angst und Panik durchfuhren mich. Meine Eltern würden heimkommen von der Plage und ihre Nachrichten nicht hören können. Mit Vaters Rasierklingen versuchte ich eine Ritze ins Glas, auf dem die Sender angezeigt waren, zu schneiden, um sodann mit Mamas Stecknadeln


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