Hero der Woche: Pfarrer J. Wahala

Politik | aus FALTER 41/98 vom 07.10.1998

Nachdem Rom "Njet" zur Rückkehr in seine Pfarre gesagt hatte und Kardinal Schönborn lieber Fiaker und Passanten grüßte, als ihm zuzuhören, zog Pfarrer Johannes Wahala nun einen Schlußstrich. Der ehemalige Hirte von Trautmanns- und Sarasdorf kündigte vergangenen Montag sein Dienstverhältnis mit der Erzdiözese Wien. In kirchliche Ungnade war der Priester gefallen, weil er Gottesdienste mit Homosexuellen gefeiert hatte. "Sünde!" rief der Kardinal und enthob ihn seines Amtes. Der aufmüpfige Wahala wollte dennoch nicht ruhen. Für die von ihm angestrebte Arbeit in der Homosexuellenpastorale mußte er sich aber noch einige erzbischöfliche Fragen gefallen lassen: Ob er gar "ein Betroffener" sei, wenn ja, könne er "in der Pastorale nicht hilfreich dienen". Wahala reicht's nun endgültig: Er will den Menschen künftig lieber als Psychotherapeut helfen.


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