Wissenschaftsstadt Wien?: Weg vom Lipizzaner-Image

Oliver Hochadel | Politik | aus FALTER 41/98 vom 07.10.1998

Jetzt gibt es also einen Campus in Wien. 15 geisteswissenschaftliche Institute residieren an einem Ort. Eine städteplanerische Großtat hat eine wissenschaftliche Kleinstadt hervorgebracht. Und drumherum? Ist Wien nicht bereits selbst eine Großstadt des Wissens, gemessen an den nackten Zahlen? Nach der Umbenennung der drei Kunstakademien beherbergt Wien nun acht (!) Universitäten. 3500 Dozenten verfügen über die "große Lehrbefugnis", 12.000 Wissenschaftler gibt es insgesamt. Fast ein Zehntel der Wiener Bevölkerung studiert (125.000). Hinzu kommen Hunderte außeruniversitärer Institute und Forschungseinrichtungen, 70 Bibliotheken, mehr als ein Dutzend Volkshochschulen und, und, und.

Noch nie war soviel Wissenschaft in Wien. Und soviel Unübersichtlichkeit. "Formierte Anarchie" nennt Manfried Welan, Verwaltungswissenschaftler an der Boku, den gegenwärtigen Zustand. "Was in Wien fehlt, ist das Wissensmanagement", bemängelt Welan. Er arbeitet zusammen mit dem Soziologen Rudolf Richter

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