Mediensplitter

Medien | aus FALTER 41/98 vom 07.10.1998

Verklaxt und zugedreht!

"Verklaxen" bedeutet im Mitarbeiterjargon der mäxe (so werden in der Mitarbeiterzeitung Crew-Mitglieder tituliert), jemanden aufgrund nicht bestandener "Boni" dazu zu verdonnern, mit einer klax.max-Karte zu telefonieren. "Boni", das ist die Bonitätsprüfung, die bei jedem max.mobil-Anschlußwerber durchgeführt wird. Die datenschutzmäßig bedenkliche Abfrage der Kreditwürdigkeit funktioniert innerhalb einer Stunde ab Anmeldung. Wer die "Boni" nicht besteht, bekommt einen netten Brief, worin ihm empfohlen wird, doch mit der vorausbezahlten klax.-max-Karte zu telefonieren.

Haider verliert.

Public Netbase freut sich. Die Kanzlei Freimül-ler, Noll, Obereder, Pilz setzte gegen El mínimo durch, daß es "dem Beklagten ab sofort verboten ist, die Behauptung, die klagende Partei betreibe pornographische Seiten im Internet unter der Adresse www.sex.net und gleichartige ehrenrührige und/ oder kreditschädigende Tatsachenbehauptungen zu verbreiten". Haider selbst mußte in seiner Äußerung vor Gericht zugeben, daß die von ihm verbreiteten Unterlagen "irrtümlich" diese Behauptung enthielten. Volltext der einstweiligen Verfügung: www.t0.or.at/recent/verf.htm Nato statt Radio.

Drei terrestrische Senderketten stehen in Österreich für Fernsehen zur Verfügung. Pech, daß ein Teil der einen Kette Frequenzen beinhaltet, die laut internationalem Frequenzabkommen der Nato vorbehalten sind. Medienpolitik gegen EU-Politik, das ist Brutalität!


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