Phettbergs Predigtdienst: Die moralischen Probleme des Ethos

... Wenn wir untreu sind, bleibt er doch treu, denn er kann sich selbst nicht verleugnen ... 2 Tim 2,8-13 (2. Lesung am 28. Sonn-tag im Jahreskreis / Lesejahr C)

Stadtleben | aus FALTER 41/98 vom 07.10.1998

Natürlich! Hab' ich doch 150 Kilo oder so! Wenn ich im dritten Stock durch meine Altbauwohnung geh', muß doch der Plafond unten, im zweiten Stock, dröhnen! Daß ich daran noch nie gedacht habe! Es ist nämlich so: Seit 17 Jahren lebe ich hier und hatte bis vor einigen Monaten nie was von oberhalb, also vom vierten Stock, heruntergehört. Und jetzt plötzlich, seit einiger Zeit, höre ich jeden Schritt der Obrigen, wiewohl dies zierliche Leute sind, gemeinsam nicht einmal annähernd soviel Masse haben wie ich.

Jetzt sind die Obrigen aber so zierlich und leicht, und ich frage mich, wie muß es da erst meinen Untrigen gehen, wenn ich durch mein Zimmer drolle? Um Himmels willen, frug ich sie, wie ertragt ihr meine Vibrationen? Doch sie klagten nicht, und meine Angst ließ mich nicht weiterbohren: Ob sie nicht klagten, weil sie nicht konnten oder nicht wollten? Weil sie klug sind und sich denken, das Offenbarmachen einer Abhängigkeit vom Verhalten eines anderen könnte negative seelische


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