Kurz und gut

Autokauf: Er ist zwar nichts für kinderreiche Familien und Langstreckenfahrer, aber für den Stadtverkehr erfüllt der Smart alle Voraussetzungen.

Stadtleben | Sigrid Neudecker | aus FALTER 41/98 vom 07.10.1998

Kaufen Sie sich keinen Smart! Zumindest jetzt noch nicht. Und wenn Sie's tun, dann seien Sie vorbereitet: Bleiben Sie nur in unbelebten Gegenden stehen, und verlassen Sie Ihr Fahrzeug nur, wenn niemand in der Nähe ist. Lernen Sie Preislisten auswendig, informieren Sie sich vorab über Produktionsstandort, Höchstgeschwindigkeit und Getriebevarianten, und lassen Sie sich auch durch Fragen wie "Ist der von VW?" nicht aus der Ruhe bringen. Seien Sie gewappnet vor harmlos wirkenden älteren Damen, die mit Ihnen über Automatikgetriebe fachsimpeln wollen, und vor schüchtern herannahenden jungen Männern, die von Ihnen wissen wollen, welche Sonderausstattungen es denn überhaupt gäbe. Und wundern Sie sich nicht, wenn Sie sich vorkommen wie in einem Werbespot: Sie wollten schließlich Smart fahren.

Eine Probefahrt mit dem brandneuen Winzling kann zu verrissenen Kreuzen führen - bei anderen Verkehrsteilnehmern. Denn die Aufmerksamkeit, die der Smart auf freier Fahrbahn hervorruft, sucht ihresgleichen.


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