Getäuscht

Seinesgleichen geschieht: Der Spionage-Verdacht gegen Helmut Zilk. Und: Ein Hitler-Brief entpuppt sich als Grubenhund.

Vorwort | Armin Thurnher | aus FALTER 44/98 vom 28.10.1998

Der Nationalfeiertag fällt in den Oktober, das macht immer so besinnlich. Bunte Blätter fallen, zwischen nackten Bäumen joggt eine Nation in zuckerlbuntem Babytextil zu ihren eigenen Ehren. Wenn's hilft, das Zeitalter der Fitneßmärsche zu überwinden... Obwohl einem auch beim Anblick dieser flauschigen, pastelligen Gestalten im Unterholz flau wird.

Nationalfeiertag. Wenn der Präsident, durchgeschaltet in beiden Kanälen, uns mahnt und sich besinnt, kann einem schon herbstlich-melancholisch werden. Vielleicht liegt es gar nicht an Klestil. Vielleicht liegt es an der Spitzenmeldung! Zilk ein tschechischer Spion? Die Medien verhalten sich abwartend. Die Krone dementiert am heftigsten, aber die muß ihre Autoren und Glaubensbrüder schützen. Einst sagte dort Kardinal Hans-Herrmann, er weise die gegen ihn erhobenen Anschuldigungen nach Inhalt und Gestalt zurück oder so. Heute sagt dort Ex-Bürgermeister Helmut, er sei sich "keiner Schuld bewußt".

Der Unterschied steht in der Süddeutschen


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige