Dianas tropisches Klima

Stadtplanung: Der Raiffeisenkonzern baut sein Immobilienreich im zweiten Bezirk weiter aus - und beglückt Wien nicht nur mit einem Rechenzentrum, sondern auch mit einem neuen Dianabad. Dem vierten.

Politik | Thomas Rottenberg | aus FALTER 44/98 vom 28.10.1998

Die Herren gaben sich jovial. "... und so haben wir den Bürgermeister der Stadt Wien eingeladen, heute zu arbeiten", ätzte Raiffeisen-Generalanwalt Christian Konrad letzten Donnerstag am Bauplatz zu Füßen des Raiffeisen-Stammhauses in der Leopoldstadt. Michael Häupl ließ sich nicht lumpen, lachte brav, griff zur Kelle und mauerte gemeinsam mit Konrad. Kleine Scherze unter Freunden sind eben gut für das Klima.

Freilich: Sobald die gerade eröffnete Baustelle keine mehr sein wird - etwa in zwei Jahren -, wird das Klima keine solchen mehr brauchen. Dann soll dort, wo sich Häupl, Konrad, Bäderstadtrat Fritz Svihalek und die Spitzen des Raiffeisenverbandes in der frischen Oktoberluft die Zehen verkühlten, konstantes Schönwetter herrschen. 29 Grad, um genau zu sein. Tropische Fische, Wasserfälle, Kinderlachen und ein Piratenschiff werden dort, wo nun Bagger werken, für mediterranes und karibisches Flair sorgen. Im neuen Dianabad. Darüber aber, betont Konrad, wird hart gearbeitet

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