Kommentar: Die Viennale im 36. jahr

Michael Omasta | Kultur | aus FALTER 44/98 vom 28.10.1998

Etwas bilanzieren zu müssen, bevor es vorüber ist, hat nur einen einzigen Vorteil: das Ungefähre und bewußt Vorläufige dessen, was sich anderntags als komplette Fehleinschätzung, übles Querulantentum oder schlicht als Schwarzmalerei erwiesen haben mag.

Zwei Tage noch tobt die Viennale, Österreichs Internationales Filmfestival (36. Jahrgang), in den Wiener Kinos, und zwei Tage wird es noch dauern, bis die aktuellen Zuschauerstatistiken vorliegen, doch wie es aussieht, dürfte man abermals sogar das hervorragende Endergebnis des Vorjahres (an die 60.000 Besucher bei einer Gesamtauslastung von rund 70 Prozent) übertreffen. So weit, so gut. Publikumsakzeptanz ist ein wesentlicher Parameter, auch und vor allem für politische Entscheidungsprozesse; nicht zufällig hat Wiens Kulturstadtrat Peter Marboe das Festival mit der (erfreulichen) Mitteilung eröffnet, daß dessen Budget nunmehr auf drei Jahre gesichert und in der CA zudem ein neuer Generalsponsor gefunden worden sei. Gleichzeitig

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