"Der Berg ist geschrumpft"

Abenteuer: Reinhold Messner hat mit seinem neuesten Buch den Mythos vom Yeti entzaubert. Der "Falter" sprach mit dem Südtiroler Grenzgänger über das Interesse der Nazis am Schneemenschen, über Messners Haß auf die Medien, seine Freundschaft mit Christoph Ransmayr, über die Everest-Tragödie und das letzte große Abenteuer.

Kultur | Klaus Taschwer | aus FALTER 44/98 vom 28.10.1998

Der heute 54jährige Südtiroler hat in seiner langen Karriere etliche Grenzen verschoben. Und wohl alle ihm möglichen körperlichen und geistigen Extreme ausgelotet. Reinhold Messner begann als Kletterer, ehe er - nach dem Verlust von sieben Zehen bei einer Nanga-Parbat-Expedition im Jahr 1970 - zum erfolgreichen Höhenbergsteiger wurde und als erster Mensch der Welt alle 14 Achttausender bezwang. Danach durchquerte er mehrere Sand- und Eiswüsten, unter anderem auch die Antarktis. "Der mit dem Schlafsack tanzt" (wie ihn die taz liebevoll nannte) mischt sich aber auch immer wieder in die Politik ein und hat über dreißig Bücher geschrieben - die ersten davon haben dabei zweifellos zu jenem Alpinismus-Boom beigetragen, den der weltläufige Querkopf in seinen jüngsten Publikationen mit aller Schärfe kritisiert.

Falter: Seit einigen Wochen ist es heraußen: Hinter der Legende vom Yeti steckt ein Bär, wie Sie in Ihrem neuen Buch behaupten. Angesichts dieser relativ banalen Erklärung


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