Derb und derber

Film: Mit "There's Something About Mary" haben Peter und Bobby Farrelly ("Dumb and Dumber") ihr bisher reifstes Werk inszeniert und sind sich dennoch treu geblieben.

Kultur | Isabella Reicher | aus FALTER 44/98 vom 28.10.1998

Ein Mann gießt mit einem Gartenschlauch den Rasen. Ein kleiner Junge sperrt ihm heimlich das Wasser ab. Als der Gärtner verwundert in die plötzlich versiegte Mündung blickt, gibt der Junge das Wasser frei, und der Mann wird ordentlich eingeweicht. Ein billiger Witz, vorhersehbar für die Zuschauer und trotzdem ein Spaß. Ein Klassiker der Filmgeschichte: "L'arroseur arrosé" aus dem Jahr 1895, inszeniert von den Brüdern Lumière und in Variationen ein Dauerbrenner des frühen Kinos - die "Urform der Filmburleske".

Rund hundert Jahre später ist das Kino immer noch auch ein kindisches Medium, und das ist gut so. Nur der Umgang mit dieser Tatsache scheint schwierig. Das britische Filmmagazin Sight & Sound erfindet neue Termini ("humiliation comedy", "low comedy" usf.), um über einen neuen Film zu sprechen, der unartig und physisch an burlesken Traditionen festhält.

"There's Something About Mary" von Peter und Bobby Farrelly handelt von der unglaublichen Mary (Cameron Diaz) und der Schar


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