Der g'rade Michl

Film: In "Halloween H20 - Zwanzig Jahre später" macht Psycho-Killer Michael Myers einmal mehr Jagd auf Jamie Lee Curtis.

Kultur | Drehli Robnik | aus FALTER 44/98 vom 28.10.1998

Wer an Wasser denkt, liegt falsch: "H20" ist keine chemische Formel. Ebensowenig bedeutet der Zwanziger im Untertitel des neuen "Halloween"-Films (der den Titel zum Logo verdichtet, ähnlich wie "T2" für "Terminator 2" oder "ID4" für "Independence Day"), daß es sich hier um die 19. Fortsetzung eines Slasher-Thrillers aus dem Jahr 1978 handelt. Man muß so schlau sein und "H20" englisch aussprechen, damit das gleichlautende "age twenty" daraus wird, oder gleich den deutschsprachigen Zusatz "20 Jahre später" lesen, um den Schmäh in seiner vollen Tragweite zu erfassen: "Halloween" wird zwanzig.

Der sechste Teil der Serie (inszeniert von Steve Miner, der um 1980 zwei Filme der von "Halloween" inspirierten "Friday 13th"-Reihe gedreht hat) nennt sich nicht einfach "Halloween 6", sondern bezieht sich direkt auf John Carpenters Prototyp. Die feierliche Grundsätzlichkeit dieses Rekurses macht die PR-Linie von "Halloween H20" wie auch dessen ganzen Sinngehalt aus und erspart ihm das Schicksal,


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