Hallo Wien

Halloween: Samstag ist der 31. Oktober. In Amerika feiert man an diesem Tag Halloween. In Wien auch. Warum eigentlich?

Stadtleben | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 44/98 vom 28.10.1998

Ein geistesgestörter Mörder kehrt nach 15 Jahren an den Ort seiner als Kind begangenen Tat zurück. Und tötet weiter. Weil der Herr das zufällig am 31. Oktober und in Amerika tut, heißt der Film von John Carpenter (sowie dessen drei Fortsetzungen) "Halloween". Natürlich nicht ganz zufällig.

Der Brauch, sich in der letzten Oktobernacht - wie auch immer - mit dem Tod auseinanderzusetzen, geht auf die Kelten zurück. Vor über 2000 Jahren feierte man an diesem Tag im Norden Europas "Samhain", das Fest des Feuers, der Toten und der dunklen Mächte. Am jahreszeitlichen Übergang in den Winter, der Zeitpunkt, an dem das Vieh von den Weiden in die Ställe getrieben wurde, brachte man den Mächten der Dunkelheit Opfer dar: Schafe, Ziegen und mitunter auch Menschen. Eine Mordsnacht wie im Horrorfilm. Indem man sich selbst vermummte, wollte man die Seelen der Verstorbenen, die gemeinsam mit Feen, Hexen und Dämonen umherzogen, auf ihrem Weg ins Jenseits verschrecken und vom eigenen Hof fernhalten.


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