Zoo: Menschen der Woche

Stadtleben | Von Thomas Rottenberg | aus FALTER 44/98 vom 28.10.1998

Anbaggern Anbaggern hat viele Bedeutungen: zunächst die wortwörtliche, seltenere. "Spatenstich" ist gebräuchlicher. Nämlichen gönnte sich letzten Mittwoch IKEA-Österreichchef Per Wendschlag im Norden Wiens. Geht es nach dem Donaustädter Bezirksvorsteher Franz Karl Effenberg, soll ebendort schon bald eine Shopping-City Nord stehen. Die unmöglichen Schweden preschen schon mal mit einem blaugelben Möbelhaus vor. Übrigens: Der alte Elch, der jahrelang vor der SCS stand, wird entgegen anderslautenden Gerüchten nicht nach Transdanubien übersiedeln. Die Schweden haben ihr Herz für Geweihträger verloren, der Elch wurde dennoch nicht verschrottet: Er heißt jetzt Monti und steht im Böhmischen Prater. Das nur nebenbei.

Ordentliche Anbaggerhilfe - wenn auch nicht mit Spaten - garantiert heute das Präfix DJ vor dem eigenen Namen. Sogar dann, wenn man Schweizer ist, reichlich lächerlich aussieht, die abscheulichsten Eurodancetrashproduktionen seit der Erfindung des Genres herstellt


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