Warum nur, warum?

Replik: Zur Auseinandersetzung Ö3 versus Karl-Markus Gauß. Eine Antwort auf Robert Menasses offenen Brief im letzten "Falter".

Vorwort | Bogdan Roscic | aus FALTER 45/98 vom 04.11.1998

"(...) Man könnte glauben, Kritik habe hier nichts mehr mit dem zu tun, was sie ausmacht - mit der Fähigkeit nämlich, zu unterscheiden -, und sei gänzlich zur Manier der Übertrumpfung verkommen."

Karl-Markus Gauß Warum bloß klagen die Mitarbeiter eines Popsenders einen "Essayisten von hohem literarischen Rang" (so die Salzburger Wirtschaftskammer anläßlich der Verleihung ihres Literaturpreises 1998 über Karl-Markus Gauß)? Einen durch regelmäßige Mitarbeit in Weltblättern wie der Presse als "hochintellektuell" ausgewiesenen Mann? Gut, er hat die Ö3ler via News Deppen geschimpft. Aber die schlechte Meinung über einen Popsender ist hier doch schon als berufliche Notwendigkeit anzuerkennen - wer bei "Peda & Peda" lacht, gefährdet genaugenommen seine Rezensionsaufträge bei der FAZ. Was soll also die Klage? Klarer Fall: Hier soll ein "unbequemer Intellektueller" ruiniert werden (weil ja verlorene Prozesse teuer sein können). So meinen etliche Gauß solidarisch verbundene


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