Schuld und Sühne

Bauskandal Die Stadt hebt Sperren gegen die verdächtigten Baufirmen auf. Die Opposition protestiert, die Justiz ermittelt, und Peter Pilz zeigt den Teerag-Asdag- Vorstand wegen Untreue an.

Politik | aus FALTER 45/98 vom 04.11.1998

W ien erfreut sich wieder munterer Bautätigkeit. Seit Mitte vergangener Woche sind die Sperren gegen jene Baufirmen, denen das Kontrollamt illegale Preisabsprachen vorgeworfen hatte, aufgehoben. Auch jene gegen die gemeindeeigene Teerag-Asdag. Erinnerungen an den Tag werden wach, als Bürgermeister Michael Häupl vor versammelter Presse erklärte, daß die involvierten Baufirmen für Aufträge von der Stadt Wien gesperrt würden. Um wieder zugelassen zu werden, müßten sie den Pfad der Tugend beschreiten, ihre Schuld eingestehen und für den entstandenen Schaden aufkommen. Eine Kommission unter dem Vorsitz des Verfassungsrichters Karl Korinek sollte prüfen, unter welchen Bedingungen die Auftragssperren gegen die Baufirmen wieder aufgehoben werden könnten. Von Schuldeingeständnis ist dort allerdings keine Rede mehr. Einerseits sollten "geeignete personelle und organisatorische Maßnahmen" getroffen werden, um weiteren Preisabsprachen vorzubeugen. Andererseits sollte entstandener Schaden


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