Kommentar: Bringt die Quote Qultur für Qualle?

Kultur | Klaus Nüchtern | aus FALTER 45/98 vom 04.11.1998

Reden wir über Erfolg. Oder nein, lassen wir lieber Kathrin Zechner über Erfolg reden. "Hier geniert man sich für den Erfolg. Was Erfolg hat, kann per Definition nicht gut sein - und deshalb ist es gar nicht leicht, von Österreichern Drehbücher und Regieleistungen zu kriegen, die Erfolg versprechen" - so die Programmintendantin in einem Interview mit tv-media. "Beginnen wir, den Erfolg zu lieben!" ruft Zechner uns allen zu. "Dann entstehen auch die Filme und Serien, die wir haben wollen: österreichisch gefärbt und höchst erfolgreich! Ich werde in dieses Projekt Geist, Herz - und viel ORF-Geld - investieren!"

Nun, Kathrin Zechner kann mit ihrem Herz und Geist machen, was sie will, beim ORF-Geld aber handelt es sich auch um mein Geld (ich finde Schwarzhören und -sehen unsozial), und da möchte ich doch die Gelegenheit ergreifen und feststellen: Wir wünschen diese "österreichisch gefärbten und erfolgreichen Sendungen" durchaus nicht. Nein, das "wir" ist nicht als Pluralis majestatis


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