"Machen wir die Beine auf"

Kultur & TV: Karin Resetarits, nicht nur Moderatorin, sondern auch Mitgestalterin von "Treffpunkt Kultur", im "Falter"-Gespräch über Volksbildung und die ewige Qual mit der Quote.

Kultur | Klaus Nüchtern und Carsten Fastner | aus FALTER 45/98 vom 04.11.1998

Seit 18 Jahren macht Karin Resetarits Kultur im ORF. Die von ihr präsentierte Montag-Abend-Sendung "Treffpunkt Kultur" ist die meistgesehene Kultursendung, die der ORF je ausgestrahlt hat. Dennoch wurden sowohl der "Treffpunkt" als auch Resetarits scharf kritisiert. Im Falter-Interview nimmt Resetarits dazu Stellung.

Falter: Welche Rolle spielen Sie bei "Treffpunkt Kultur"? Sind Sie Moderatorin oder Anchorwoman, haben Sie die Texthoheit, sind Sie an der Konzeption beteiligt?

Karin Resetarits: Als man mich vor zweieinhalb Jahren gefragt hat, ob ich diese Sendung moderieren möchte, war mein erster Gedanke: nicht schon wieder ein Kulturmagazin! Das ist eine No-win-Situation, man kann diesen Spagat zwischen öffentlich-rechtlicher Kulturanstalt und Quotendruck nicht schaffen. Dann hat mir aber Wolfgang Lorenz sein Konzept erläutert und meine Bedingung, daß ich sehr viel von meiner eigenen Person einbringen kann, akzeptiert. So gesehen bin ich nicht nur der Moderator. Christa Fleischmann als


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