Nüchtern betrachtet: Regentag mit gefälschter Taxifahrerin

Kultur | aus FALTER 45/98 vom 04.11.1998

Pueri sunt pueri - Knaben sind (nun einmal) Knaben, pflegte mein Unterstufenklassenvorstand zu sagen, ein Mathematiker, der aschfahle Arbeitsmäntel von der falben Farbe verfaulender Felder trug und eine denkbar eigenwillige Schreibweise der Ziffer Zwei pflog. Was ich damit sagen will, ist gar nichts. Nur soviel: Auch Taxifahrer sind (nun einmal) Taxifahrer. Und die tragen Parka und fettige Haarsträhnen, aus denen es auf den Parka schuppt, daß das Innere der Taxis einer frischgeschüttelten Schneekugel gleicht. Zugleich pflegen Taxler Ansichten, die man im linksliberalen Feuilleton nicht einmal in Zapf Dingbats drucken würde, und lassen sich von ihren Kampfhunden Liebe in den Popo machen.

So ist das, so soll es sein. Was aber macht der Held unserer kleinen Episode? Er tritt in den Münchner Niesel und besteigt ein Taxi, das von einer attraktiven Vorderorientalin gefahren wird. Hey, attraktive Vorderorientalin, denkt er, fahr' mit mir in den Himmel hinein. Sagen aber tut er: "Zenettistraße


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