Stadtrand: Kundenfreuden

Stadtleben | aus FALTER 45/98 vom 04.11.1998

Der rot-gelbe Supermarkt. An der Wursttheke.

Der Kunde fragt nach einem grünen Aufstrich in der Vitrine. Die Verkäuferin: "Keine Ahnung, wie der heißt. Und fragen S' mich nicht, wie er schmeckt."

Der Kunde ändert seine Meinung und ordert Heringe. Die Verkäuferin fischt einen aus der Schüssel, macht ein zutiefst angewidertes Gesicht und außerdem noch laut "Bäähh!"

Der Nobel-Supermarkt. An der Wursttheke.

Die Verkäuferin muß niesen. Gottlob hat sie eine Hand zum Vorhalten frei. Fröhlich und ohne die Kunden zu lange durch lästiges Händewaschen warten zu lassen, bedient sie weiter.

Nebenan. In der Fleischabteilung.

Der Verkäufer schneuzt sich ausführlich in ein Papierhandtuch. Auch er kümmert sich sofort wieder liebevoll um seinen nächsten Gast.

Ein einschlägiges Jeans-Geschäft.

Die Kundin sucht nach einem bestimmten Schnitt. Die Verkäuferin meint jedoch nur: "In diesen Größen können die Jeans keine schmalen Beine mehr haben."

Ein "Irregular"-Geschäft, gleich nebenan.

Die Verkäuferin zieht mit einem Griff die passende Hose aus dem Regal. Kostet: über 300 Schilling weniger.

Manchmal macht es richtig Spaß, Konsument zu sein. S.N.


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