Sideorders: Essen in der Mall

Stadtleben | aus FALTER 45/98 vom 04.11.1998

Kein Einkaufszentrum, in dem heutzutage nicht auch freßmäßig schwer gepunktet werden will. Tat-sächlich sind gehäufte Teller immer noch das beste aller Lockmittel (offenbar noch besser als nackte Hintern), vor allem dann, wenn auf den Tellern Shrimps, Lachs und Steak zu finden sind. Einige Beispiele fürs Fressen im Kaufhaus: Ikea, Vösendorf, SCS.

Das Ikea-Restaurant ist interessanterweise immer noch Österreichs einziges Vorkommen skandinavischer Gastronomie. Das Angebot wird größer, Lachs, Hering, die Fleischklößchen und die Heidelbeerkuchen sind ausgezeichnet, zu den schwedischen Festen wie Santa Lucia (demnächst!) oder Kräftskiva (Krebsenfest im August) gibt's ausgelassene Events.

Multiplex, Vösendorf.

Hier paart sich ein Computerverkäufer mit einem Schippel voll Kinos, einer Disco, ein paar Geschäften und einer Reihe von Lokalen in offener Shopping-Mall-Bauweise. Von hier nahm der Siegeszug Akakikos (damals noch Ohh Sushi!) seinen Anfang, auch Steaks werden hier natürlich gebraten.

Haas-Haus, 1., Stephansplatz 12.

Lang wird es nicht mehr dauern, und das als Einkaufszentrum eher ungeeignete Hollein-Haus wird von Attila Dogudan gänzlich mit Kulinarik überzogen sein: Do&Co im 7. Stock, Onyx im 6., Aioli im 3., an einer wetterfesten Ganzjahres-Rathausplatz-Konzeption fürs Souterrain wird schon gearbeitet.

Steffl, 1., Kärntner Str. 19.

Das völlig neu gestaltete Traditionskaufhaus hat einen achten Stock dazubekommen, und hier machen Luigi Barbaro und Hans Schmid gemeinsam ein gediegenes Einkaufscenter-Restaurant mit Businesslounge, riesiger American Bar, Smoker's Lounge und gigantischem Ausblick über ganz Wien. Eröffnung Ende dieser Woche, demnächst mehr.


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