Made in Hong Kong

Shopping: Maßgeschneidert in Fernost muß nicht gleichbedeutend mit nervenaufreibender Mängelbehebung sein. Gentry erledigt das für seine Kunden.

Stadtleben | Sigrid Neudecker | aus FALTER 45/98 vom 04.11.1998

Ich habe das früher auch so gemacht", sagt Walter Kössler. "Maßanzüge in Hong Kong bestellt und mich dann fürchterlich geärgert, weil immer irgend etwas nicht gepaßt hat. Entweder waren die Knöpfe an den Ärmeln nur oberflächlich angenäht, oder eine Naht hat nicht gehalten. Irgendwas war immer." Worauf der Grafikdesigner beschloß, die Seiten zu wechseln, und "Gentry - Custom Made" gründete. Seither versucht er, die Vorteile der günstigen Produktion in Hong Kong zu nutzen, aber die Nachteile der fallweisen Ungenauigkeit auszumerzen.

"Blut, Schweiß und Tränen" hätte es ihn gekostet, sagt Kössler, bis er eine Schneiderwerkstätte gefunden hatte, die seine Ansprüche zu erfüllen bereit war. Trotzdem wird auch jetzt noch jedes Stück in Wien auf das Genaueste kontrolliert. "Von Damen", sagt Kössler, "weil die viel pitzeliger sind." Sollte ein Detail nicht zufriedenstellend ausgefallen sein, wird in einer Wiener Änderungsschneiderei nachgearbeitet. Ebenso, wenn der Anzug oder


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige