Vor 20 Jahren im Falter

Vorwort | aus FALTER 46/98 vom 11.11.1998

... gab's Anlaß zum Jubeln: Österreich entscheidet sich gegen das AKW Zwentendorf.

KOMMENTAR IN ERSTER SEKUNDE (aber für den Redaktionsschluß in letzter Minute): Das Ergebnis ist ein Sieg: Zwentendorf geht nicht in Betrieb, was kümmern uns Prozente! Wie Jungk und Meissner-Blau in ersten Stellungnahmen sagten: Ein großer Erfolg, ein Erfolg für all jene, die sich von "arroganten Regierungen unterdrückt fühlen".

Es bedeutet: * daß es möglich ist, das Diktat des Medienverbunds und seiner Beherrscher zu durchbrechen. Allerdings war ihre Front diesmal nicht geschlossen.

* daß die Veilchen- und Mäderl-Propaganda den Argumenten unterlegen ist!

* aber auch, daß die Arbeiterschaft in den Industriemetropolen (Steiermark) nicht eigenständig entschieden hat. So bitter es klingt, es gibt für dieses Ergebnis keine andere Erklärung als Abhängigkeit von SPÖ und Gewerkschaftsbürokratie.

* daß in Österreich und erfreulicherweise auch in Wien das Bedürfnis nach direkter Demokratie (trotz


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