Dolm der Woche: Harald Fischl

Politik | aus FALTER 46/98 vom 11.11.1998

Der Mann hatte viel zu tun. Das anzumerken war ihm wichtig. Als Harald Fischl vor einigen Wochen eher un- als freiwillig das Präsidentenleiberl des Grazer Fußballvereins GAK an den Nagel hängte, kommentierte er das publikumswirksam. "Endlich wieder Zeit für die Familie." Frau und Kind kenne er schon beinahe nicht mehr, meinte er damals. Doch plötzlich schlug er zu. Der "Pensionsschock!" (so der Neo-Mandatar im O-Ton) war da. So überwältigend kann die Begeisterung über das frisch entflammte Familienglück doch nicht gewesen sein. Denn sonst wäre Fischl wohl nicht sofort für den abtrünnigen Thomas Prinzhorn in die Bresche gesprungen - und wäre nicht flugs wieder FPÖ-Nationalrat geworden. Am Gehalt kann es nicht gelegen haben. Eher schon am Zeitbudget. Fischl kennt beide Jobs - und liebt sein Familienleben. Er wird wissen, wo er Zeit für private Freuden findet.


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