Presseschau

Medien | Andreas Dusl | aus FALTER 46/98 vom 11.11.1998

"Sie wollen ab ins Blaue. In netter Begleitung. Doch vor lauter Lkws sehen sie bald nur rot", so der Text des Plakats. Rot sahen da die Vertreterinnen der Mehrheitsbevšlkerung. Denn die drei Grazien, die schmollmŸndig fŸr das Fahren mit der Bahn werben, tun das unter dem Titel "Hei§e Fracht". Tja, auch Frauen seien Fracht, meinten die Verantwortlichen mit blauŠugigem Zwinkern, und au§erdem sei das Sujet nur Teil einer wohlproportionierten Kampagne. 24 Seiten ist der News eingeheftete Folder stark. Eingeheftet, nicht beigelegt. UnausschŸttelbar eingenewst. Ein Eigenlobhudelheft im Eigenlobhudelheft. †ber Gleise und ZŸge, Sicherheit und Fernweh. Und wer die Menschen hinter den Schlagworten sind, erfahren wir auch: "Unser Mann bei der Bahn" steht Ÿber elf Steckbriefen, die sich als Sympathiehascher durchs Heft winden. Von Erfolg sprechen sie, von Verantwortung und erfŸllten TrŠumen. Doch halt, ist da nicht auch "Unsere Frau bei der Bahn" dabei? "Nicht selten erzŠhlen mir die MŠnner ihre Lebensgeschichte", bekennt die Zugbegleiterin unter dem Motto "Das Beste aus dem Leben machen".


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