Fernsehen

Medien | Sigrid Neudecker | aus FALTER 46/98 vom 11.11.1998

Und das war's dann. Frau Rieger durfte erzŠhlen, wie ihr Mann Schnitzel zu machen pflegte, wie er sich als LASK-PrŠsident fŸhlte, wie er zu Hause nicht von der Bank sprach. Wie er sich von ihr verabschiedete, um Otto Baric zu treffen. Wie er anrief und ihr sagte, da§ er das Wochenende noch am Wolfgangsee verbringen wŸrde. Und Ronald Barazon war einfŸhlsam, fragte "Und wie geht es jetzt mit Ihnen weiter?" und "Wovon werden Sie leben?" und "Wie haben Sie die schreckliche Nachricht Ihrem Sohn beigebracht?" Und Frau Rieger sagte, wie der FŸnfjŠhrige seinen Vater bewundert hat, den Porsche, den BMW und jetzt ...

Und Ronald Barazon sagte: "Vielen Dank, da§ Sie uns erzŠhlt haben, wie das ist, wenn so eine Atombombe in der Familie explodiert." Und einer aus der Runde sagte: "Es ist sehr schwer, ein Urteil abzugeben, nachdem wir das Schicksal der Frau Rieger gehšrt haben."

Frau Rieger ist die Frau eines Mannes, der eine eigene Bank besa§ und nun im GefŠngnis sitzt, weil er ein paar Millionen beiseite geschafft hat. FŸr den Rest von "Zur Sache" sagte Frau Rieger nichts mehr.


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