Kommentar: Gruppendynamische Seifenoper

Carsten Fastner | Kultur | aus FALTER 46/98 vom 11.11.1998

Eigentlich war klar, wie Peter Marboes "notfalls auch unangenehme Entscheidung" über die Zukunft der freien Opernszene ausfallen würde. Die gerade erst eingeführte Praxis, Vertreter der Presse möglichst direkt die Entscheidungsfindung mitverfolgen zu lassen, hätte der Kulturstadtrat also gar nicht aufzugeben brauchen. Und mit der Bekanntmachung von Huw James' Musikwerkstatt als neuem Partner für die Koproduktion zwischen Volksoper und Offszene (Gottfried von Einems "Der Zerrissene") wurde nun auch noch hintenrum offensichtlich, daß die Pläne des alten Partners Sven Hartberger eine Absage erteilt bekamen (siehe S. 62).

Hartberger vom Wiener Operntheater hatte vorgeschlagen, in einem festen Haus mit festem Ensemble und Orchester zeitgenössische Opern im Repertoirebetrieb zu spielen. Dem entgegen stand das (mittlerweile aufgegebene) Verständnis von unterschiedlichen Spielorten als permanenter Herausforderung. Und natürlich der Hinweis auf die zu erhaltende Vielfalt in der Szene.

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