Sex statt Bowling

Musik: Anläßlich der Neuauflage ihres Frühwerks arbeitet die Deutsch Amerikanische Freundschaft im Gespräch mit dem "Falter" ihre Geschichte auf.

Kultur | Robert Rotifer | aus FALTER 46/98 vom 11.11.1998

Robert Görl und Gabi Delgado, besser bekannt als die Deutsch Amerikanische Freundschaft, sehen sich heute zum ersten Mal "seit drei oder vier Jahren". Beide wissen nicht so recht, was sie voneinander erwarten sollen, werfen einander fragende Blick zu, wenn sie von der gemeinsamen Vergangenheit erzählen. Wir sitzen im Londoner Hauptquartier der Plattenfirma Mute Records, die 1980 ihr erstes Album "Die Kleinen und Die Bösen" herausbrachte. Auch für Mute war das Debüt der DAF die erste LP eines Katalogs, der später zwischen Depeche Mode, Nick Cave, Laibach und Konsorten zu beeindruckenden Ausmaßen anwachsen sollte. DAF selbst übersetzten damals den Labelnamen ins Deutsche, und so trug ihre erste Platte die historische Katalognummer "Stumm 1".

"Wir waren vorher schon zu deutschen Labels gegangen", erzählt Görl, hinter dessen kahlrasiertem Kopf eine ausgewachsene Spinne ihre Fäden quer über das einzige Fenster im Raum zieht, "die haben uns gefragt, ob das überhaupt Musik ist." Also


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