O-Ton-Whopper mit Harfe

Musik: Avanciert, authentisch, trendversessen, traditionsbewußt oder postmodern - die neue Musik entdeckt die alte.

Kultur | Carsten Fastner | aus FALTER 46/98 vom 11.11.1998

Eine Mozart-Sinfonie, ein Beethoven-Konzert und zwischendrin, schnell und unauffällig, ein bißchen zeitgenössische Musik: Mit dieser pädagogischen Vorschlaghammermethode des Sandwich-Konzertes versuchen Orchester seit Jahrzehnten, ihr Publikum davon abzuhalten, noch vor dem traditionellen Höhepunkt des Abends einfach davonzulaufen, um so neue Musik nicht hören zu müssen.

Tafelmusik von Michel-Richard de Lalande und Adaptionen von Nader Mashayekhi, Musik der Gegenwart und des Barock mit Wolfram Schurigs Tivoli Consort - wenn in letzter Zeit immer häufiger Konzerte mit alter und zeitgenössischer Musik programmiert werden, hat das mit solchem zwangsbeglückenden Eifer allerdings nichts zu tun. "Für mich steht einfach das Bedürfnis dahinter, nach den Wurzeln unserer musikalischen Tradition zu suchen", erklärt Sylvie Lacroix und zerstreut damit auch gleich den Verdacht, die Entwicklung der neuen Musik könne derzeit einfach stagniert sein. Zusammen mit Ulrike Mattanovich (Harfe) und


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