Rettet das Gartenbau!

Kinos: Als Fortsetzung zur Kino-Umfrage in "Falter" 45/98: ein Plädoyer an die Gemeinde Wien, bei der Veräußerung der Kiba-Kinos nicht allein marktwirtschaftliche Interessen, sondern auch ihren Kulturauftrag wahrzunehmen.

Kultur | Fridolin Schönwiese | aus FALTER 46/98 vom 11.11.1998

In Wien zu leben und als Filmemacher tätig zu sein ist untrennbar mit einer funktionierenden vielschichtigen Kinolandschaft verbunden.

Ob die herannahenden kapitalträchtigen Multiplexkinos, die zur Zeit in einer Art besinnungslosem Taumel stadtweit errichtet werden (und noch werden sollen), diese Vielschichtigkeit zu einer Einöde aus Spaß- und Eventzirkus verkommen lassen werden, ist primär eine Frage, die von der Stadt mitgesteuert werden muß. Einerseits wird (reichlich spät) nach bereits fünf genehmigten Bauvorhaben jetzt erstmals ein breiter Diskurs zum architektonischen Erscheinungsbild dieser Komplexe und die Prüfung von Standortverträglichkeiten angekündigt, auf der anderen Seite fristen die bestehenden gemeindeeigenen Kinobetriebe seit langem ein höchst stiefmütterliches Dasein in der kommunalen Werteskala.

Wenn man für den Fortbestand des letzten großen Einsaalkinos Wiens und einiger anderer der neuen Kiba-Kinostandorte plädiert, muß man sich zunächst darüber klarwerden,


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige