"Wir haben gewonnen"

Film: In seinem Film "Das Leben ist schön" geht der Komiker Roberto Benigni ins KZ und rettet dort seinem Sohn das Leben.

Kultur | Klaus Nüchtern | aus FALTER 46/98 vom 11.11.1998

Das Leben ist schön", dieser programmatische Satz findet zu Beginn und zum Schluß des gleichnamigen Films von und mit Roberto Benigni seine bildhafte Entsprechung. Von dem Grauen, das in der zweiten Hälfte des in Cannes mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichneten Films "thematisiert" wird, verraten die erste und die letzte Einstellung nichts.

Guido (Benigni) und sein Freund Ferruccio (Sergio Bustric) sind bester Laune und fahren durch die toskanische Landschaft, als die Bremsen versagen. Auf diese Weise wird eine Menschenversammlung gesprengt, die den König erwartet und nun Guido begeistert empfängt, der im Fond des Wagens steht und mit ausgestrecktem Arm die Menschen auf die Seite scheucht. Es sieht aus, als würde er die Menge mit dem Faschistengruß begrüßen.

Es sind solche kleine Gesten und Anspielungen, mit denen das Kommende angedeutet wird. Auch als faschistische Randalierer in die Wohnung von Guidos Onkel eindringen und dort ein paar Dinge zu Bruch gehen, reagiert der noble


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